Der Synchronisationsworkshop vom 10. bis 20. März 2021

STIMMWUNDER – Kostenloser Online-Workshop für Kinder


Egal ob Animationsfilm, Tierdokumentation oder Hollywood-Blockbuster, in Deutschland wird so gut wie alles synchronisiert. Wir haben im Gegensatz zu vielen unserer europäischen Nachbarn eine sehr vielfältige Synchron-Kultur. Aber was bedeutet das eigentlich genau und wie wird man zum/zur Synchronsprecher*in?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmer*innen an insgesamt vier Terminen beim Stimmwunder-Workshop. Es wurde gegurgelt, gesummt und gesprochen was das Zeug hält, denn unsere Stimme, beziehungsweiße unsere Stimmbänder, können wir wie unsere Muskeln trainieren. Das Beste daran: Man bekommt keinen Muskelkater, höchstens eine etwas raue Stimme.

Die Teilnehmer*innen des Workshops waren über die Videoplattform Zoom dabei.


Mit den Tipps und Tricks der Workshopleiterinnen und trainierten Stimmbändern schlüpften die Teilnehmer*innen im Workshop selbst in die Rolle der Synchronsprecher*innen und synchronisierten einen Filmausschnitt. Jede*r konnte dabei seine vollen Emotionen sowie Stimmlagen einbringen. 

Mit trainierten Stimmbändern konnten die Teilnehmer*innen am vierten Tag die beiden Synchronsprecherinnen Nana Spier und Xara Eich digital begrüßen und mit Fragen löchern. Die beiden Expertinnen arbeiteten unter anderem im Disneyfilm „Die Eiskönigin“ mit; Xara leiht im Film der jungen Anna ihre Stimme. 

Das Ergebnis des synchronisierten Filmausschnitts konnten die Teilnehmer*innen im Anschluss bei der großen digitalen Premiere bewundern. Die 12 Kinder aus ganz Deutschland lernten trotz Online-Hürde eine Menge über ihre Stimmen und konnten mit den Workshopleiterinnen Clara und Mery in das weite Feld der Synchronisation hineinschnuppern.

Für die Bereitstellung der Illustration auf Pixabay zur freien kommerziellen Nutzung danken wir dem Nutzer „freeillustrated“

Was bedeutet „Synchronisation“ überhaupt?


Bestimmt habt ihr schon mal einen Animationsfilm gesehen, in dem Tiere sprechen können: Diese Stimmen werden ihnen von den sogenannten „Synchronsprecher*innen“ geliehen. Gleiches gilt für Filme, die aus anderen Sprachen ins Deutsche übersetzt werden. Synchronsprecher*innen müssen dabei „mit ihren Stimmen schauspielern“ – also nicht nur die übersetzten Texte passend zu den Lippenbewegungen einsprechen, sondern auch die Gefühle aus der Originalfassung rüberbringen. Mit ihren Stimmen schlüpfen sie (genau wie Schauspieler*innen vor der Kamera) in eine andere Rolle und drücken z.B. Wut, Freude oder Unsicherheit aus. Gar nicht so einfach!
Die Stimme und die Art zu sprechen haben einen großen Einfluss auf die Art, wie wir Filme wahrnehmen. Mit einem anderen Text kann der Film sogar einen ganz anderen Sinn bekommen!

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