Die Redaktionswerkstatt

Beschreiben, befragen und dokumentieren, mit Bildern, O-Tönen und Texten einen lebendigen Eindruck von der Kinderfilmuni aus Kindersicht vermitteln – das sind die Aufgaben der jungen Nachwuchsjournalist*innen aus der Redaktionswerkstatt!

Die Kinderreporter*innen verfassen Reportagen über die Vorlesungen, führen Interviews mit den Dozierenden, erstellen Umfragen oder Fotogalerien. In der Redaktionswerkstatt werden sie in einem Workshop auf ihre Aufgaben vorbereitet und in regelmäßigen Redaktionssitzungen beim Schreiben der Texte unterstützt. Auch besondere Ausflüge haben die Kinderreporter*innen in den letzten Jahren unternommen, zum Beispiel zur Berlinale, dem Freien Radio Potsdam oder dem rbb in Potsdam-Babelsberg.

Die erste Kinderredaktion der Kinderfilmuni fand sich im Durchgang 2010 zusammen und war das erste, regelmäßig stattfindende Begleitangebot der Kinderfilmuni Babelsberg überhaupt! In den Jahren 2010 bis 2013 erschienen die Beiträge der Kinderfilmuni-Reporter*innen auf Spinxx.de, dem Onlinemagazin für junge Medienkritik (ein Projekt des jfc Medienzentrum Köln). Wir bedanken uns ganz herzlich für vier Jahre toller Zusammenarbeit!

Ein großes Dankeschön geht auch an das Freie Radio Potsdam (frrapo.de) und dort ganz besonders an Erich Benesch für die Möglichkeit, eine eigene Kinderfilmuni-Radiosendung zu gestalten!

Last but not least möchten wir auf die großartigen, kostenfreien Gruppenführungen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) hinweisen, an denen die Kinderreporter*innen im Durchgang 2018 erstmals teilgenommen haben. Danke für diesen tollen Service!


Die rasenden Reporter*innen der Kinderfilmuni 2020

Als sich sechs junge Kinderfilmunistudierende an einem Samstagmorgen Ende Februar in der Filmuni einfanden, ahnte noch niemand, dass sich nur einen Monat später das Leben in Deutschland (vorrübergehend) drastisch verändern würde… Wie weit weg nun dieser Februartag scheint, an dem wir uns mit dem Unterschied von offenen und geschlossenen Fragen, mit dem Aufbau eines Interviews, mit typischen Fehler und nützlichen Tipps und vielem mehr beschäftigt haben, kurz: dieser Tag, an dem sechs junge Kinderfilmunistudierende dafür trainierten, die rasenden Reporter*innen der Kinderfilmuni 2020 zu sein!

Das Reporterteam der Kinderfilmuni 2020!

Wir sammelten Ideen für eine Videoreportage, wir stellten die Teams zusammen, die in den folgenden Wochen die Kinderfilmuni-Dozierenden und den besonderen Gast interviewen sollten, wir führten lustige „Quatschinterviews“ zum Üben für den Ernstfall, wir besprachen zwei Vorbereitungsaufgaben für unseren Ausflug zum Freien Radio Potsdam, wo die Reporter*innen ihre eigene Radiosendung gestalten sollten.

Die Kinderreporter*innen sammeln Ideen für ihre Videoreportage

Inzwischen ist schon April und wir wissen noch nicht, ob und wie es in diesem Jahr mit der Kinderfilmuni weitergehen wird und angesichts der aktuellen Lage weitergehen kann. Weitergehen wird es aber, irgendwie, irgendwo, irgendwann – vielleicht ein bisschen anders als zuvor. Und bis dahin können wir euch hier zumindest die beiden Interviews präsentieren, die unsere rasenden Reporter*innen vor Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie geführt haben. Viel Spaß beim Anhören – und passt alle gut auf euch auf!


Die fabelhafte Welt der Animation – Interview mit Prof. Frank Geßner (29.02.2020)

Zeichentrick, Scherenschnitt, Claymation oder vollständig am Computer erstellt – das sind nur einige Möglichkeiten der Animation! Man kann sogar Realfilmaufnahmen und Animationen kombinieren, dann spricht man vom Hybridfilm -das erklärte der Kinderfilmuni-Dozent Frank Geßner in seiner Vorlesung über die fabelhafte Welt der Animation am 29. Februar 2020. Herr Geßner ist Professor in den Studiengängen „Animation“ und „Animationsregie“ an der Filmuniversität Babelsberg und hatte für das Ende seines Vortrags eine besondere Erfindung dabei: Mit Hilfe eines sogenannten „Praxinoskops“ durften sich die Studierenden der Kinderfilmuni selbst als Animatoren und Animatorinnen ausprobieren und eigene Zeichnungen zum Leben erwecken.

Unsere Kinderfilmuni-Reporterinnen Elina und Sophia erzählte er anschließend, wie er zur Kinderfilmuni gekommen ist, wie das Praxinoskop funktioniert und warum heutzutage keinen Animationsfilm mehr ohne den Einsatz von Computern entsteht – selbst wenn der jeweilige Film nicht computeranimiert ist.

In Interview erklärt Herr Geßner den Kinderfilmuni-Reporterinnen, wie das „Praxinoskop“ funktioniert. Wer bei der Vorlesung am 29. Februar 2020 dabei war, konnte auf ausgeteilten Filmstreifen eine Bildsequent aufzeichnen und mithilfe des Praxinoskops „zum Leben erwecken“. Kinderreporter Felix hat eins der Ergebnisse mit der Kamera festgehalten.


Warum Produzent*innen so wichtig für die Verwirklichung von Filmideen sind – Interview mit Prof. Jürgen Fabritius (07.03.2020)

Wie wird man eigentlich Produzent oder Produzentin und was sind die größten Herausforderungen, wenn man einen Film produziert? Dies und mehr wollten unsere Kinderfilmuni-Reporterinnen Jella und Mathilde von Jürgen Fabritius wissen, der an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF als Professor im Studiengang „Film- und Fernsehproduktion“ unterrichtet. Seine Karriere im Filmbereich begann als Geschäftsführer von Kinos – da passte es ganz wunderbar, dass er seine Kinderfilmuni Vorlesung am 07. März 2020 im Thalia Kino Potsdam gehalten hat.

Nach der Vorlesung stellte er sich im Foyer des Kinos den vielen Fragen unserer Reporterinnen. Im Interview erklärt Professor Fabritius unter anderem, warum es inzwischen schwieriger geworden ist, ein tolles Team für einen Film zusammenzustellen – und er gibt Tipps dazu, wie man vorgehen kann, wenn man selbst mal einen Film produzieren will. Das Wichtigste ist, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn mal was schiefgeht!

Eigentlich wollten die rasenden Kinderreporter*innen der der Kinderfilmuni 2020 eine Videoreportage zusammenstellen – dafür haben unsere Reporter*innen Felix und Elina vor der Vorlesung zum Thema „Produktion“ einige O-Töne gesammelt. Leider kam die COVID-19-Pandemie unseren schönen Plänen in die Quere, aber hier könnt ihr euch zumindest die Antworten anhören, die Felix und Elina bei ihrer Umfrage gesammelt haben. Sie wollten von den Kinderfilmuni-Teilnehmer*innen wissen, was ihnen an der Kinderfilmuni gefällt.


Statt einer Kinderredaktion: Spontane Interviews im Durchgang 2019

Im Durchgang 2019 kam zwar keine Kinderredaktion zustande, weil es für die jungen Studierenden (und die Workshopbetreuer*innen) so viele andere tolle Angebote gab (TV-Werkstatt, Realfilm-Werkstatt, Animationsworkshop, Workshop für Geräuschemacher*innen, Filmmusikworkshop für Mädchen, Kurzfilmwettbewerb, Exkursionen….), trotzdem wollten wir auf Interviews mit den Dozierenden nicht verzichten! Deswegen haben sich nach (fast) jeder Vorlesung zwei Kinderfilmuni-Student*innen ganz spontan zusammengetan und dem Dozenten*der Dozentin noch ein paar Fragen zum Vortragsthema oder zur Person gestellt.

Kino. Dafür werden Filme gemacht! – Interview mit Daniela Zuklic (19.01.2019)

Die Kinoauswertung ist wichtig dafür, dass Filme ihre Produktionskosten wieder einspielen und neue Filme entstehen können – vor allem aber ist das Kino ein fast magischer Ort! Wenn man im Dunkeln gemeinsam mit anderen vor der großen Leinwand sitzt, von Ton umgeben, kann man sich besonders intensiv in die Geschichte des Films begeben, gemeinsam lachen, gemeinsam weinen, gemeinsam staunen. Und manchmal beginnt in diesem Moment eine besondere Liebe zum Film und jemand im Publikum entscheidet, eines Tages selbst Filme zu drehen!
Genau wie die Liebe zum Film nahm auch die Vorlesungsreihe der Kinderfilmuni 2019 im Kino ihren Anfang: Daniela Zuklic, stellvertretende Geschäftsführerin des Thalia Kino Potsdam, gab den jungen Studierenden einen Einblick darin, was zur Arbeit von Kinobetreiber*innen dazugehört. Die Kinderfilmuni-Studenten Julius und Theo stellten ihr nach der Vorlesung noch einige Fragen – zum Beispiel dazu, ob sie sich auch einen anderen Beruf vorstellen könnte und was ihre Lieblingsschauspieler*innen sind.

Wie ein Film zu seinen Bildern kommt – Interview mit Merle Jothe (26.01.2019)

Es ist gar nicht so leicht, die Vorstellungen eines Regisseurs oder einer Regisseurin in passenden Bildern einzufangen! Kamerafrauen und Kameramänner müssen sich nicht nur mit der Technik gut auskennen, auch das richtige Licht ist ganz wichtig dafür, wie die Bilder später wirken. Ob mit hartem oder weichem Licht gedreht wird, mit Tages- oder Kunstlicht, in Farbe oder in Schwarz-Weiß, ob vielen Nahaufnahmen gedreht werden oder viele Totalen, mit einem geringen Schärfenbereich gearbeitet wird oder hoher Tiefenschärfe – das alles zusammen bestimmt am Ende den „Look“ eines Films und welche Stimmungen er erzeugt. Kamerafrau Merle Jothe, künstlerische Mitarbeiterin im Studiengang „Cinematography“ der Filmuniversität Babelsberg, führte in ihrer Kinderfilmuni-Vorlesung vor, mit welchem Equipment Kameraleute arbeiten und wie sie die Bilder gestalten. Die jungen Studentinnen Lale und Elena wollten anschließend noch mehr darüber wissen, wann welches Licht eingesetzt wird und welche Möglichkeiten es gibt, eine Kamera zu befestigen.

Wie ein Film in Form kommt – Interview mit Prof. Marlis Roth (16.02.2019)

Bei einem Puzzle gibt es nur eine Lösung: Jedes Puzzlestück hat seinen festen Platz und passt nirgendwo anders hin. Die Arbeit von Filmeditor*innen (also denjenigen, die einen Film schneiden) kann man sich dagegen eher vorstellen wie ein Spiel mit Lego, denn aus den vorhandenen Bausteinen kann man ganz unterschiedliche Werke zusammensetzen. Genau das macht die Filmmontage (ein anderes Wort für Filmschnitt) so spannend! Marlis Roth, Professorin im Studiengang „Montage“ an der Filmuniversität Babelsberg, gab in ihrer Kinderfilmuni-Vorlesung einen anschaulichen Einblick darin, wie man mit ein und denselben Aufnahmen unterschiedliche Wirkungen erzielen und unterschiedliche Dinge erzählen kann, je nachdem, wie man eine Szene zusammensetzt. Den Kinderfilmunistudentinnen Matilda und Tessa erzählte sie nach der Vorlesung davon, wie sie zu ihrem Beruf gekommen ist und wie lange der Montageprozess dauern kann.

Erzählen mit Tönen – Interview mit Prof. Ulrich Reuter (23.02.2019)

Ulrich Reuter ist Professor für Filmmusikkomposition an der Filmuniversität Babelsberg, schon seit über 20 Jahren als Komponist für Kino- und Fernsehproduktionen tätig und seit Gründung der Kinderfilmuni als Dozent für die jungen Filmfans und ihre Eltern mit dabei! Auch im Kinderfilmuni-Durchgang 2019 hat er den jungen Studierenden wieder anhand vieler Beispiele gezeigt, wie man mit Musik erzählen kann – zum Beispiel etwas über die Gefühle der Figur, über die Stimmung oder über den gezeigten Ort. Nach seiner Vorlesung stellten ihm die Studierenden Jonas und Mathilde noch einige Fragen zu seiner Arbeit. Im Interview erfahrt ihr zum Beispiel, wie man eigentlich Komponist*in für Filmmusik wird und für welche Art von Filmen Herr Reuter besonders gern komponiert.

Spannende Fragen und Antworten der Medienforschung – Interview mit Prof. Dr. Daniela Schlütz (16.03.2019)

Wie sehen typische Wissenschaftler*innen aus – haben sie immer einen Laborkittel und eine Brille an? Was haben Medienforscher*innen mit anderen Wissenschaftler*innen gemeinsam und mit welchen Fragen beschäftigen sie sich? Die Antworten auf diese Fragen gab es in der Vorlesung von Professorin Dr. Daniela Schlütz, die an der Filmuniversität Babelsberg den Studiengang „Digitale Medienkultur“ leitet. Als Medienexpertin konnte sie daher auch aus dem Stand verschiedene Fragen des Publikums beantworten! Nach der Vorlesung haben die beiden Kinderfilmuni-Studierenden Felix und Lena-Anouk noch ein spontanes Interview mit Frau Schlütz geführt. Hier erfahrt ihr zum Beispiel, ob es Frau Schlütz überhaupt noch Spaß macht, ins Kino zu gehen, und von welchem Forschungsergebnis zu überrascht wurde. Viel Spaß beim Zuhören!

Visuelle Effekte im Hollywood-Kino – Interview mit Prof. Michael Lankes (23.03.2019)

Bei der Kinderfilmuni 2019 durften sich die Studierenden und ihre Eltern über gleich drei neue Vorlesungsthemen freuen! Einer der neuen Vorträge drehte sich um visuelle Effekte, für die in der Filmbranche auch gerne die englische Abkürzung „vfx“ genutzt wird. Der neue Kinderfilmuni-Dozent Michael Lankes ist Professor für „Visual Effects Compositing“ an der Filmuniversität Babelsberg und arbeitet schon seit 2006 an nationalen wie internationalen Filmproduktionen mit. Sein Spezialwissen ist zum Beispiel dann gefragt, wenn eine Superheldin sich verwandelt und ihre Kräfte einsetzt, ein mächtiger Drache durch seine finstere Höhle kriecht oder ein Drehort nach einem ganz anderen Ort aussehen soll. Nach seiner Vorlesung wollten die Kinderfilmunistudenten Moritz und Thore unter anderem von Herrn Lankes wissen, wie man Spezialist*in für visuelle Effekte wird und was die bekanntesten Filme sind, an denen er mitgewirkt hat. Hört euch hier seine Antworten darauf an!

Von einem, der auszog, das Geheimnis unseres Planeten zu entdecken – Interview mit Tobias Krell alias „Checker Tobi“ (04.05.2019)

Seit dem Jahr 2010 versucht die Kinderfilmuni zu jeder Vorlesungsrunde auch einen besonderen Gast aus der deutschen Kinderfilm- oder Kinderfernsehlandschaft einzuladen. 2019 durften wir uns erneut über einen Besuch des beliebten Moderators Tobias Krell alias „Checker Tobi“ freuen! Er hatte viel zu erzählen, schließlich stand er inzwischen für den Dokumentar- und Abenteuerfilm „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ inzwischen auch als Schauspieler vor der Kamera und bereiste besondere Gegenden auf der ganzen Welt. Die jungen Studierenden Felix und Mathilde wollten nach seiner Vorlesung unter anderem von ihm wissen, ob er nach dem Filmdreh seinen Lebensstil verändert hat, ob er schon an neuen Projekten arbeitet und wie es für ihn ist, eine Vorlesung an der Uni zu halten, an der er selbst mal studiert hat. Viel Spaß beim Anhören des Interviews!


Die Redaktionswerkstatt 2018

Wie immer ging es für die angehenden Kinderfilmuni-Reporter*innen mit einem Workshop los, in dem sie auf ihre Aufgaben als Nachwuchsjournalist*innen vorbereitet wurden: Hier lernten sie zum Beispiel den Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen kennen und übten in Zweierteams die Bedienung des Aufnahmegeräts und die Durchführung eines Interviews ein. Ein Highlight für die Kinderreporter war es im Durchgang 2018, als sie den besonderen Gast Armin Maiwald (Die Sendung mit der Maus) nach seiner Vorlesung befragen durften und das Interview sogar mit zwei Kameras mitfilmten!

Einblicke in die journalistische Arbeit erhielten die Kinderreporter zudem bei zwei besonderen Ausflügen: bei einer Gruppenführung lernten sie die Arbeit des rbb am Standort Potsdam-Babelsberg kennen und beim Freien Radio Potsdam durfte die Redaktionsgruppe eine eigene Radiosendung gestalten. An der Filmuniversität selbst gaben Mitarbeiter*innen Einblick in ihre Arbeit im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Filmuniversität.

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